Die Farben des Herzens:

 

 

Unsere Geschichte spielt nicht in unserer realen Welt, sondern in einer Art Fantasiewelt.

Diese Welt wird bewacht von einer Art guten Fee, mit dem Namen Gloria. Nur leider möchte noch jemand die Herrschaft über diese Welt besitzen, der böse Balthasar. Er versucht alles, um seine Interessen durchzusetzen, aber das werden wir später noch sehen.

 

Erst einmal sehen wir jemand ganz anderes, nämlich die zwei Schwestern, um die sich die ganze Geschichte dreht. Sie sind Schwestern, aber doch unterschiedlicher wie sie sonst nicht sein könnten: Violetta ist die laute, extrovertierte, offenere von beiden, während Rosalie eher schüchtern und still ist. Am Anfang eint sie nur eines: Die Liebe zu ihrer Mutter, die schwer krank ist. Aber auch die kann nicht verhinderen, dass sich die beiden ständig streiten, ob über das Essen oder über unterschiedliche Lebenansichten, ist dabei egal. Violetta sucht ihren Traumprinzen, während Rosalie eher auf der Suche nach sich selbst ist.

 

Leider bewahrheitet sich das, von schon alle befürchteten: die Mutter stirbt. Die Trauer ist groß, aber gleichzeitig wissen die Schwestern, dass ihre Mama nun wieder glücklich und gesund ist. Das wissen auch die Zuschauer, denn sie sehen, wie die nun verstorbene Mutter ihren schon vor langer Zeit gestorbenen Ehemann wiedertrifft.

 

Auf der Erde beschäftigen sich die Schwestern eher mit weltlichen Problemen: Das Testament der Mutter wird verlesen und birgt eine Überraschung:  Sie bekommen von der Mutter einen „Schatz von unermesslichen Wert“ vererbt. Sie wissen nicht, was das ist, aber sie wissen, dass sie dafür in das Dorf ihrer Kindheit zurück reisen und sich den Schatz teilen müssen.

Das behagt den beiden gar nicht. Auf gar keinen Fall wollen sie zusammen reisen. Deshalb machen sie sich getrennt auf den Weg.

 

Aber nicht alleine. Violetta nimmt ihren alten Freund Sky mit, da keiner von ihren anderen Freunden Zeit hatte. Sky wiederum freut das sehr, denn er ist in Violetta verliebt und tut alles, was sie glücklich macht. Violetta weiß gar nicht, dass Sky sie liebt, und selbst wenn sie das wüsste, würde sie das nicht sonderlich interessieren, denn er ist nicht der Traumprinz, den sie sich so sehr wünscht.

 

Rosalie reist auch mit einem Freund, ihrem besten und einzigen. Sunny ist der einzige, der Rosalie wirklich versteht und zu ihr hält, denn mit ihrer sehr pessimistischen und selbstzerstörerischen Art macht sie es anderen nicht gerade leicht, mit ihr auszukommen. Rosalie liebt Sunny. Und er liebt sie auch. Alles wäre perfekt, wenn Rosalie akzeptieren könnte, dass sie geliebt wird und jemanden etwas wert ist. Aber das kann sie nicht, und deshalb sind die beiden nur Freunde.

 

Nachdem nun alle vier die Reise angetreten haben, tauchen in der Nacht düstere Gestalten auf. Die Nocturen sind die Helfer von Balthasar, der immer noch versucht, die Herrschaft an sich zu reißen. Es gibt nur einen Weg, wie er das schaffen kann: Alle Bewohner auf dieser Welt müssen in Streit, Hass und Kummer leben, sonst kann er die Herrschaft nicht übernehmen. Balthasar weiß das, und nun versucht er natürlich, die Figuren dazu zu bringen.

 

Zum Beispiel mit seinen Nocturen. Er schickt sie in der Nacht zu Sky und Violetta. Die Nocturen greifen die beiden an, und Violetta wird schon ganz panisch, aber Sky versucht sie beide zu retten. Und hier taucht auch wieder Gloria auf, Balthasars Gegenspielerin. Unbemerkt hilft sie Sky, die Nocturen zu besiegen. Violetta ist das erste Mal beeindruckt von Sky.

 

Auch bei Sunny und Rosalie läuft nicht alles nach Plan. Nach ein paar Schwierigkeiten ist Rosalie sehr entmutigt und möchte am liebsten aufgeben, denn Violetta wird ja eh gewinnen, wie immer, und Sunny ist ja eigentlich auch nur wegen ihrer Schwester hier. Was natürlich überhaupt nicht stimmt, aber Rosalie fühlt sich so. Sie fühlt sich klein und schwach und nichts wert, und glaubt nicht, sich jemals ändern zu können. Auch wenn sie Talente hat, so nützen die ihr nichts, weil sie nicht an ihre Fähigkeiten glaubt. Sie hat nämlich ein besonderes Talent: Sie kann mit Steinen reden. Allerdings kann sie wegen ihres Zweifels dieses Talent nicht einsetzen. So schafft sie es, selbst Sunny eine Weile zu vergraulen, aber nicht lange, denn trotz ihrer Schwächen ist Rosalie immer noch ein liebenswerter Mensch, für Sunny sowieso.

 

Sky und Violetta indessen haben eine Blumenwiese erreicht, in der sie Rast machen. Hier zeigt sich auch Violettas besonderes Talent, sie kann nämlich mit Blumen sprechen. Und die auch mit ihr, was nicht immer von Vorteil ist, denn diese Blumen sagen Violetta mal gehörig die Meinung, was sie davon halten, wie sie mit dem lieben Sky so umspringt. Violetta widerspricht, dass sie ihren Traummann eben noch nicht gefunden hat.

 

Sunny und Rosalie finden jemand ganz anderen: Goldie Glitter und ihre Fans kommen ihnen entgegen. Rosalie ist fasziniert von Goldie und ihrer Beliebtheit. Goldie hingegen erkennt gleich, was Rosalie gerne wäre und gibt ihr ein paar Tipps, wie sie das erreichen könnte. Goldies Motte lautet: Jeder kann sich ändern.

 

Inzwischen ist auch der zweite Tag vorbei und wieder Nacht. Violetta und Sky haben einen Platz zum Schlafen gefunden. Nur kann Violetta noch nicht schlafen, und so verläuft sie sich beim nächtlichen Umherstreifen im Wald. Auf einmal wird sie wieder von Nocturen angegriffen, aber gerettet. Diesmal nicht von Sky, sondern- von Balthasar. Der hat sich nämlich einen neuen Plan ausgedacht. Weil es mit dem Angst machen nicht klappt, versucht er, die Personen zu verführen, so dass sie ihm freiwillig ins Verderben folgen. Er beeindruckt Violetta also, indem er sie galant rettet und sie ist auch ganz fasziniert von ihm. Er lässt sie aber zurück bei Sky und verschwindet wieder.

 

Am nächsten Morgen erreichen Sunny und Rosalie eine seltsame, düstere Stadt. Die Bewohner wirken alle leer und unglücklich. Sie werden ihre Schatten nicht los. Sie können sich nicht mehr ändern, egal was sie machen. Rosalie und Sunny fliehen verstört aus dieser Stadt.

 

Auch Sky und Violetta erreichen diese Stadt, allerdings sind keine Bewohner mehr zu sehen. Sky verlässt Violetta kurz, um den richtigen Weg zu finden. Diese Zeit nutzt Balthasar, sich wieder bei Violetta ins Gedächtnis zu rufen. Die ist aber gar nicht erfreut, ihn zu sehen. Zwar findet sie ihn schon sehr faszinierend, aber er hat einen entscheidenden Fehler gemacht: Er hat sie zwar gerettet, aber dann hat er sie wieder verlassen! Violettas Ansicht nach ist das ein kapitaler Fehler. Sie ist sauer. Er versucht sie zu beschwichtigen und zu überreden, mit ihm zu kommen, aber das schlägt gründlich fehl. Deshalb ändert er wieder seinen Plan. Er schenkt Violetta eine Rose, die sie betört, und die sie unwiderruflich zu ihm zieht. Dann verschwindet er wieder.

 

Rosalie und Sunny haben indessen eine angenehmere Begegnung. Rosalie ist sehr traurig über diese Menschen in der Stadt, die die Möglichkeit verloren haben, sich zu ändern. Sie fürchtet, dass ihr das auch passiert. Da greift Gloria ein und zeigt ihr, dass jeder sich immer verbessern kann.

 

Während die eine Schwester nun langsam den richtigen Weg geht, kommt die andere weiter ab. Balthasar ist wieder aufgetaucht, hat Sky abgelenkt und versucht wieder, Violetta mit sich zu ziehen. Violetta, betört von der Blume folgt ihm. Gerade im richtigen Moment greift Sky ein und rettet Violetta, wird dabei aber selber gefangen und von Balthasars Helfern in seine Höhle verschleppt. Violetta hat panische Angst um Sky und erkennt erst jetzt, wie viel er ihr wirklich bedeutet. Sie versucht ihre Schwester zu finden, ob die ihr helfen kann.

 

Die kann, und gemeinsam machen sie sich auf den Weg zurück in Balthasars Höhle. Nach einer dramatischen Rettungsaktion und mit der Hilfe von Gloria schaffen sie es, Balthasarzu besiegen. Doch bevor sie endlich am Ende ihrer Reise angekommen sind, müssen die Schwester noch ein letztes Mal ihre Kräfte bündeln und lernen dabei, wie viel in ihnen steckt. Denn von dem Dorf ihrer Kindheit trennt sie noch eine riesige Schlucht. Wie also hinüberkommen? Nach einigem Hin und Her finden die beiden Schwestern gemeinsam eine Lösung.  

Im Dorf angekommen, finden sie auch den Schatz, aber der ist so völlig anders, als sie sich das vorgestellt haben...